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Australien – der kleinste Kontinent und die größte Insel. Gut 24 Stunden bist du mit dem Flugzeug unterwegs bis du „Down Under“ erreichst. Dort angekommen wirst du feststellen, dass einiges anders ist als in Deutschland.

Das fängt schon mit den Jahreszeiten an. Wenn es bei uns kalt ist, ist es in Australien warm und anders herum. Eine verkehrte Welt also, für Europäer: Frühling von September bis November, Sommer von Dezember bis Februar, Herbst von März bis Mai und Winter von Juni bis August. Wobei im Norden Australiens die Unterschiede wegen der tropischen Temperaturen aufgrund der Nähe zum Äquator kaum spürbar sind.

 
 

In Australien gibt es Tiere, die sonst nirgends auf der Welt zu finden sind. Am bekanntesten ist sicherlich das Känguru. Was die menschlichen Wesen Australiens angeht, besteht die australische Bevölkerung hauptsächlich aus britisch-stämmigen Einwohnern, wobei seit den 70er Jahren die Einwanderung aus asiatischen Ländern stark zugenommen hat. Ansonsten ist Australien ein wirklich multikulturelles Land, wo buchstäblich alle „woanders“ herkommen - außer etwa zwei Prozent der Bevölkerung! Diese zwei Prozent machen die Ureinwohner Australiens, die Aborigines aus.

Wusstest du, dass Australien erst 1931 seine vollständige Unabhängigkeit erlangte? Vorher war es nämlich zum größten Teil eine britische Kolonie. Angefangen hat es schon im April 1770. Der britische Seefahrer James Cook legte damals an Botany Bay an und nahm Teile des Landes als Kolonie für England in Besitz. Ab 1788 nutzen die Engländer die riesige Insel als Sträflingskolonie, als „Mega-Gefängnis“, sozusagen. Bis 1836 wurden weitere Kolonien auf dem Kontinent gegründet. Kolonialmächte waren neben Großbritannien auch die Niederland und das Deutsche Reich. 1901 formierten sich die bis dahin voneinander unabhängigen Kolonien und Tasmanien zum Commonwealth of Australia. Ihre vollständige Unabhängigkeit von England erlangte der Staat jedoch, wie erwähnt erst vor knapp 80 Jahren. Trotzdem gilt die Königin von England noch heute als offizielles Staatoberhaupt von
Australien.

Da sehr viele Australier europäische Vorfahren haben, finden sie Besucher aus Europa meist sehr interessant. Wenn du etwas dabei hast, was du ihnen von zu Hause zeigen kannst, ist das sicher eine tolle Sache und hilft beim Kontakte knüpfen. Außerdem lieben die „Aussis“ das „Socialising“. Also wundere dich nicht, wenn du des Öfteren zu Einheimischen nach Hause eingeladen wirst und nimm diese Einladung ruhig an. Du solltest aber auch wissen, dass Deutschen oft nachgesagt wird, sie seien „Besserwisser“ und wirken gerne belehrend. 

Falls dir in den Sinn kommt, das Victory-Zeichen zu zeigen, drehe deine Handinnenfläche bloß nicht zum Körper hin! Das sendet die falschen Signale, denn die Australier verstehen darunter „F*** off!“.

Andere Länder, andere Sitten – aber du findest dich schon zurecht!